Organisatorisches
Zeit: Mittwoch 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: Ü IV
Kontakt:
Beschreibung
Hallo! 😀
Wir sind der kleine aber feine Arbeitskreis für Kleidergeschichte. Unsere Gründung ist noch gar nicht so lange her. Der Arbeitskreis wurde im WiSe 2025/26 durch die Initiative von Chrissy Winter (Bachelorstudentin für Geschichte und Europäische Kunstgeschichte) ins Leben gerufen. Ihr Impuls kam daher, dass an der Uni (historisches und kunsthistorisches Seminar) leider kaum Veranstaltungen zum Thema historische Kleidung angeboten werden. Das wollte sie ändern.
Mit ihrem Anliegen war sie nicht alleine, wie sich schnell herausstellte. Von Beginn an war auch Marlene Neugebauer (Bachelorstudentin für Geschichte und Europäische Kunstgeschichte) in der Leitung des Arbeitskreises dabei. Seit dem SoSe 2026 ist das Team noch um Eva Böhnisch gewachsen (Bachelorstudentin für Europäische Kunstgeschichte und Ethnologie).
Der Arbeitskreis hatte bereits im ersten Semester eine mehr oder weniger konstante Teilnehmer*innenzahl von ca. 10. Wir sind eine nette kleine Gruppe von Student*innen, die stetig und mit viel Engagement und Interesse dabei sind. Uns ist es wichtig nicht streng frontal zu arbeiten, sondern dynamisch in regem Austausch.
Basierend auf den Erfahrungen des ersten Semesters (WiSe 2025/26) haben wir für die kommenden Semester ein grundlegendes Konzept entwickelt. Dabei teilen wir das Semester in zwei Blöcke auf.
Im ersten Block widmen wir uns einer einzelnen Epoche. Dadurch können wir uns zum einen die Kleidung in ihrer Komplexität tiefergehend anschauen und zum anderen die Kleidung in ihrem gesellschaftlichen Kontext betrachten. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass wir sowohl erarbeiten, wie einzelne Kleidungsstücke technisch/handwerklich gefertigt wurden und welche Funktion sie erfüllten. Und zum anderen, wie die unterschiedlichen Kleidungsstücke übereinander getragen wurden, um die epochentypische Silhouette zu erzeugen. Dabei versuchen wir auch darauf einzugehen, welche gesellschaftlichen Werte, Strukturen und Impulse sich in der Kleidung widerspiegeln.
Beim erarbeiten der Themen wird uns immer wieder eins deutlich: Keine*r von uns Teilnehmenden weiß alles – im Gegenteil. Unser Arbeitskreis lebt davon, dass jede*r von uns sein*ihr Interessensgebiet woanders hat und dass wir so voneinander lernen dürfen. Das zeigt sich vor allem im zweiten Block des Semesters. Hier kann jede*r eigene Themenvorschläge einbringen und der Gruppe in einer (wirklich!) kurzen Präsentation vorstellen. Die Themen sind somit frei wählbar und anpassbar. Dadurch werden breit gefächerte Exkurse möglich. Dabei versuchen wir, den regionalen und zeitlichen Fokus des ersten Blocks aufzubrechen. Also uns punktuell Themen aus anderen Epochen und Weltregionen sowie nischigere Themen anzuschauen. Dabei begeben wir uns regelmäßig in die fesselndsten Rabbitholes.
Wir wollen abschließend noch einmal betonen, dass auch Leute ohne Vorwissen mehr als willkommen sind! Alle von uns haben die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Die Hauptsache ist, dass man am Thema interessiert ist! Alles kann, nichts muss (auch, was die Präsentationen angeht)! 😀
Programm SoSe 2026:
Block 1: Epochenschwerpunkt Regenten-Ära (1790-1820)
· Bekleidungsschichten (stockings, shift, stays, Kleiderarten, Accessoires)
· Datierung anhand von Silhouette
· Kleiderkonventionen
· Filmstunde mit Analyse (Stolz und Vorurteil (2005); Bridgerton)
Block 2:
· Darstellung von Kleidung in Zeitschriften (u.a. Lady‘s Magazine)
· Tracht (Schwerpunkt Osteuropa)
· Internationaler Exkurs: China (Han Dynastie, Qing Dynastie)
· Verschlüsse
· Archäologische Quellen (Textilfunde von Paläolithikum bis Hallstattzeit)
· Mini-Exkursion: Ausstellung Ikonen der Mode im Kurpfälzischen Museum Heidelberg

